PAV & Zertifizierung

Die Eignung eines privaten Arbeitsvermittlers ist bisher durch keine Berufsordnung oder gesetzliche Bestimmungen geregelt. Um dem entgegenzuwirken, müssen seit dem 01.01.2013 private Arbeitsvermittlungen (PAV), welche mit dem Aktivierungs, und Vermittlungsgutschein (AVGS-MPAV) arbeiten und diesen abrechnen möchten, eine Zertifizierung nach AZAV vorweisen.

Allerdings geht aus der Zertifizierung nicht die Befähigung des jeweiligen privaten Arbeitsvermittlers hervor, sondern nur, ob gewisse Qualitätsstandards nach Regeln der Bundesagentur für Arbeit eingehalten werden und wie genau der PAV vermittelt. Neben eindeutigen Geschänsbedingungen, der ausführlichen Dokumentation und dem Vorliegen eines Beschwerdemanagements son der private Arbeitsvermittler nun auch zur Zusammenarbeit mit fachkundigen Stellen wie z.B. Schuldnerberatung in der Lage sein und darüber hinaus aber auch Kontakte zu Arbeitgebern und Arbeitnehmern unterhalten. Diese Zertifizierung ist für die PAV bei den meisten Zertifizierern, für 5 Jahre bindend und wird Jährlich per Audit geprüft. Dabei spielt zunächst auch keine Rolle, ob es bis dato wieder eine andere Gesetzgebung gibt oder nicht.

Die Kosten für die Zertilizierung schwanken. Im allg. kostet das QM Handbuch ca. 1.5006 + das Zertifizierungsaudit bis 1.500€‚ und das jährlichen Überwachungsaudit nochmals von bis zu 1.500G Alles in allem kostet die Zertifizierung dem private Arbeitsvermittler dann ca 8 000,- € in dem Zeitraum

Diese jetzige Prozedur der Zertifizierung, ist bei vielen langjährigen privaten Arbeitsvermittlungen umstritten, weshalb sich ca 80 % aus der Vermittlung von Arbeitslosen mit dem AVGS zurückziehen. Hauptkritikpunkte sind u.a. die undurchsichtigen Kosten der Zertifizierer, Offenlegung der Finanzen, die Akquiesewege der PAV und Angabe von Ansprechpartner der jeweiligen Kundenunternehmen. Somit arbeitet man als eigentlicher Unternehmer, automatisch der staatlichen Bundesagentur für Arbeit über die Gesetzgebung zwangsweise zu, ohne jemals staatlicher Angestellter zu sein oder einen finanziellen Ausgleich zu erhalten. Zu allem kommt aber die schlechte Umsetzung des neuen AVGS.

Der neue AVGS ist zumeist Kommunal budgetiert und wird in drei Träger Maßnahmen eingesetzt. So gibt es die Maßnahme für Fortbildung oder Bewerbungstraining (AVGS-MAT). Die Maßnahme für ein betriebliches Praktikum in einem Betrieb (AVGS-MAG) und eben die Maßnahme zur Vermittlung für private Arbeitsvermittier (AVGS-M PAV). In der neuen Gesetzgebung ist dies zudem eine “Kannbestimmung” und wird von den jeweiligen Arbeitsagenturen / Jobcenter von Fall zu Fall entschieden. Somit erhalten Jobsuchenden nicht automatisch einen AVGS-MPAV sondern müssen diesen jeweils einzeln und zumeist über den PAV beantragen. Die einzige Ausnahme sind

Arbeitslosengeld 1 Empfänger, welche länger als sechs Wochen arbeitslos sind. Diese haben bis zu Ende des Alg 1 einen Rechtsanspruch auf eine der Maßnahmen des AVGS.

Quelle: Aktivierungs-und-Vermittlungsgutschein.de